WEINHAUS STRAETEN

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Oenologische Osmose
von top magazin NIEDERRHEIN
05.01.17     Klicks:2054     A+ | a-
Foto Claudia Straeten - erstellt von Katja Hausmanns
Foto Claudia Straeten - erstellt von Katja Hausmanns
Es gibt Menschen und Marken, die intensiver strahlen als andere, und es durch diese besondere Aura schaffen, nicht nur dauerhaft attraktiv zu bleiben, sondern synonym zu den Vorzügen des von ihnen angebotenen Produktes wahrgenommen zu werden.

Claudia Straeten vom 1875 gegründeten Kempener Weinhaus Straeten hat nicht nur den Wind der Tradition im Rücken. Ihr Leben moussiert zudem in einer Weise, die beim Zusehen leicht schwindelig im Kopf machen kann – wie ein guter Wein eben.
 
Das TOP-Magazin Niederrhein war zu Gast im Stammhaus der Straetens. Lesen Sie mehr über eine abwechslungsreiche Familiensaga, eine faszinierende Frau und ein Unternehmen, dessen Motto lautet:

„Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken.“

Man trifft Claudia Straeten zum Beispiel hemdsärmelig und in Jeans, wenn sie auf der Petersstraße beherzt Kisten aus einem charmant verbeulten Renault Kangoo wuchtet. Ein anderes mal sieht man sie vielleicht von einem leichten Tuch umweht in hellem Leinen auf der Außenterrasse eines Restaurants sitzen, wo sie von ihrem letzten Segeltörn in der Ägäis erzählt. Oder sie winkt einem als Geschäftsfrau im Business-Kostüm bei einem Wirtschaftsempfang zu.

Wo man der First Lady unter Kempens Weinkennern auch begegnet, ein bisschen begegnet man dabei selbst im Winter immer dem Sommer. Claudia Straetens Ausstrahlung ist mit dem Attribut lebhaft nicht hinreichend beschrieben, man muss Erweiterungen bemühen, um sie zu beschreiben. Erweiterungen wie feinnervig. Dynamisch, heiter und elegant passen auch gut. Wer den Vorzug hat, die Weinhändlerin im persönlichen Gespräch zu erleben, entdeckt unter der Oberfläche noch andere Eigenschaften. Lebensklugheit etwa und eine ganz eigene, eine sehr niederrheinische und sehr weibliche Art der elementaren Weisheit und der Selbstbehauptung
angesichts einer Welt, die sich nicht immer freundlich verhält.

Wein als Kulturgut, als Lebensmittel, als Genuss.

Es ist mitunter schwer, Klischees auszuweichen, wie sich im Verlauf dieses Portraits noch mehrfach zeigen wird. Die Analogie zwischen Claudia Straetens Persönlichkeit und dem Bouquet und der Blume eines guten Weines liegt aber einfach zu nahe und ist viel zu stimmig, um sie wegzulassen. Wein als Kultur- und Handelsgut hat das Leben dieser Frau zudem so sehr geprägt, dass irgendwann auch abseits aller Klischees eine wechselseitige Beziehung des Gebens und Nehmens entstanden sein muss, eine Art oenologische Osmose.

Dabei hätte alles ganz anders kommen können. Als Tochter des Weinhändlers Herbert Straeten in Kempen groß zu werden, hieß nicht zwangsläufig, später einmal das Geschäft zu führen. Es hieß zunächst vor allem, in der Geborgenheit eines seit 1875 im Besitz der Familie befindlichen großbürgerlichen Hauses direkt am Viehmarkt zu leben, mitsamt der heißgeliebten Oma, den Eltern, der Schwester und dem Bruder, der sich zumindest traditionellen Rollenvorstellungen gemäß viel eher als Kronprinz anbot. Es hieß zur Schule zu gehen, die Jugend zu genießen und schließlich Abitur zu machen. Danach auf die Uni nach Köln: Jura. „Juristin zu werden habe ich mir sehr gewünscht. Ich bin in diesem Fach aufgegangen und war auch erfolgreich als Studentin“, erzählt die heutige Weinfachfrau. In den Vorbereitungen zum ersten Staatsexamen steht jedoch plötzlich das Schicksal auf dem Vorlesungsplan. Herbert Straeten, Claudias Vater, verstirbt 1984 völlig überraschend unter tragischen Umständen. Die angehende Rechtswissenschaftlerin mit gutem Arbeitskontakt zu ihrem Professor muss ihre Prioritäten ganz neu ordnen. „Es war ein Schock, wie er größer und härter nicht sein konnte“, berichtet sie heute. „Und ich musste über Nacht eine Entscheidung über mein weiteres Leben treffen.“

Eine Entscheidung über Nacht

Claudia Straeten entscheidet sich, ihr Studium aufzugeben und die Geschäftsführung des Familienunternehmens zu übernehmen, für die ihr Bruder zu dieser Zeit noch viel zu jung ist. Schon bald merkt sie: Der Firma, die 15 Angestellte beschäftigt, darunter einen eigenen Kellermeister, geht es schlecht. Und sie selbst ist trotz der vielen Dinge, die ihr Vater sie im Laufe der Jahre gelehrt hat, nicht wirklich gerüstet für die Herausforderungen dieser Aufgabe. „Auch mein Vater war sehr jung, als er mit 24 Jahren die Geschäftsführung übernehmen musste. Ich wusste also, dass ich als seine Tochter es schaffen kann. Aber es war nicht einfach.“

Dass sie es schafft, verdankt sie vor allem der Unterstützung ihrer mit ihr und dem Unternehmen innig vertrauten Omi Gretchen. Und einem alten Freund ihres Vaters von der Mosel, der ihr in jener schweren Anfangszeit einige wichtige Grundlagen vermittelt. „Der gesamte Betrieb musste völlig neu strukturiert werden“, erinnert sich Claudia Straeten. Sie trennt sich von der eigenen Kellerei samt Abfüllmaschine sowie einigen Filialen und entscheidet sich, das Angebot des Weinhandels verstärkt auf Italien, Frankreich und Übersee auszuweiten. 1985 eröffnet sie die Weingalerie in Mönchengladbach, ihr klarer Kurs nimmt Konturen an: Kostentreiber konsequent aussortieren, ganzheitliche Expertise rund um den Wein aufbauen, statt eigener Produktion den Weiterverkauf forcieren. Claudia Straeten arbeitet hart, erschließt sich auf Reisen Kontakte zu Winzern und Weingütern in Südeuropa, verbringt ganze Tage und Nächte am Stück im Verkauf und im Büro. Schon nach wenigen Jahren ist sie erfolgreich mit dem, was sie tut.

Mit 27 lernt sie ihren Mann kennen, sie heiratet und ihr Sohn Philipp kommt zur Welt. Die Art, in der sich die junge Frau engagieren muss, um das Erbe ihrer Familie zu erhalten und zu erweitern, die Energie und die Liebe, die sie ihrem Sohn schenkt, all das lässt wenig Raum für noch mehr. Sie sagt das nicht so, aber es schwingt in ihren Worten mit wie ein ehernes Prinzip, das in ihrem Leben lange Gültigkeit gehabt hat: Arbeit und Familie, dieses beides kommt zuerst, dafür tut sie alles. Auch wenn sie sich selbst und ihre eigenen Belange dabei aufreibt und vernachlässigt.

Kunst und Reisen – aus Brüssel in die Ägäis

Erst 2007, das Weinhaus Straeten floriert an seinen drei Standorten, ändert sich etwas an diesem ehernen Prinzip, bzw. das Prinzip wird um eine Komponente erweitert. Auf einer Reise in die türkische Ägäis lernt sie den Mann ihres Lebens kennen: „Ich saß abends etwas gelangweilt am Tresen, Philipp war irgendwo in der Anlage feiern, ich trank ein Glas Wein. Ja, und dann war da dieser attraktive Mann, der Bier trank.“ Mit dem sie ins Gespräch kommt. Den sie wenig später in Brüssel wiedertrifft, wo er sie spontan zu einem „Kurztrip“ ins Mittelmeer einlädt. Aus dem Kurztrip wird eine längere Reise. Aus dem Mann am Tresen – Abkömmling einer türkischen Brauerei-Dynastie, ein Weltbürger, der in den USA studiert hat und als internationaler Geschäftsmann arbeitet – wird ihr Lebensgefährte, mit dem sie bis heute glücklich ist. Gemeinsam interessieren sie sich für Kunst und das Reisen. Und natürlich für Wein und Bier im besonderen sowie Genuss im allgemeinen.

Der Zukunft blickt Claudia Straeten mit gelassener Heiterkeit entgegen, einer Heiterkeit, die deshalb gelassen ist, weil sie um viele erlittene Schmerzen und Härten, aber auch um die Freuden ihres bisherigen Lebens weiß. "Mit dem Leben ist es ein bisschen wie mit einem guten Wein“, sinniert sie und hebt ein Glas Grauburgunder gegen das Licht. „Es kann miteinander konkurrierende Geschmacksnoten geben, die Nase kann sich umschmeichelt sehen, die Zunge kurz erschrocken sein, aber erst im Moment des Schluckens merken wir, ob der Wein wirklich rund ist. Ob er uns schmeckt. Und das ist entscheidend.“

Text Sascha M. Janßen Fotos Katja Hausmanns

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